Die Verarbeitung von dreidimensionalen Geodaten gewinnt in verschiedenen Branchen zunehmend an Bedeutung. Betroffen sind z. B. die Telekommunikations- und Tourismusbranche und Planungsvorhaben im Infrastrukturbereich. Im Rahmen dieser Arbeit wird untersucht, inwieweit die dritte Dimension Bestandteil der Anwendung von Geoinformationssystemen, die heute am Markt verfügbar sind, ist. Forschungsprojekte und benutzerspezifische Programmerweiterungen, sogenannte Fachschalen, werden bei den Betrachtungen nicht berücksichtigt. Ziel ist es, einen Überblick über die Fähigkeiten ausgewählter GIS-Programme zu gewinnen und potentiellen Nutzern die Auswahl zu erleichtern.



Abgrenzung des Begriffes 3D-GIS


In Geoinformationssystemen können verschiedene geometrische Dimensionen abgebildet werden. Beim 2D-Modell liegt die Geometrie mit x,y-Koordinaten vor. Die planimetrischen Daten beim 2D+1D-Modell werden durch ein digitales Geländemodell ergänzt. Wenn die Höhe als Attribut abgelegt wird, bezeichnet man dies als 2.5D-Modell. Bei 3D-Modellen ist die Höhe als „echte“ Koordinate abgespeichert. Sie können in 3D-Linien-, 3D-Flächen- und Volumenmodelle unterschieden werden. (nach: Bill)





Definition 3D-GIS

Als 3D-GIS wurden Programme betrachtet, die neben der Möglichkeit, eine Geländeoberfläche als Funktion der Lage zu beschreiben, auch dreidimensionale Geometrien wie Punkte, Linien, Flächen und/oder Volumina halten, verwalten, analysieren und präsentieren können.