Geoinformationen bestimmen zunehmend den Alltag. Sie dienen der Verbesserung raumbezogener Planungen und Entscheidungen bei staatlichen Gremien, Kommunen, in der Wirtschaft und im Privatleben. Des Weiteren wird das Internet für die Bevölkerung immer wichtiger. Viele Menschen nutzen das Internet bereits als Ersatz für Behördengänge, den Gang zur Bank oder Sparkasse, sie nutzen das Internet für viele alltägliche Dinge. Dies ist ein Grund dafür, dass im Bereich der Geoinformationen speziell die Geodaten heute meist in digitaler Form vorliegen. Dadurch entstehen sehr breite Variationsmöglichkeiten, wie die Daten konfiguriert und bestellt werden können. Viele Nutzer interessieren sich  nur für spezielle Ausschnitte aus dem großen Angebot an Geoinformationen. So interessiert es Feuerwehrleute, an welchen Stellen bei  Hochwasser oder Sturm die Gefahrenzonen sind, ein Landschaftsplaner interessiert sich hingegen dafür, an welchen Stellen vielleicht noch Siedlungsgebiete entstehen können. Der Bedarf an Geoinformationen ist enorm.

Möchte ein Anbieter digitaler Geodaten seine Kundschaft online bedienen, so ist er gezwungen für sehr unterschiedliche Produkte teilweise sehr komplexe Preisberechnungen durchzuführen.

Im Zuge der Entwicklung des Web Pricing in Ordering Service und des XML Complex Configuration & Pricing Format besteht nunmehr die Möglichkeit der Umsetzung von komplexen Preisberechnungen. Das Landesvermessungsamt Sachsen ist ebenfalls bestrebt, den Kunden seine Produktpalette online zur Verfügung zu stellen.

Aus dem gegebenen Anlass soll in Zukunft ein Service zur Verfügung stehen, durch den Geodaten bestellt und ggf. heruntergeladen werden können.
Dieser Service wird als Web Pricing and Ordering Service bezeichnet und besteht aus den verschiedensten Grundbausteinen. Einer dieser Grundbausteine ist die XCPF-Datei. Sie umfasst alle, für die Preisberechnung und die Bestellung notwendigen, Informationen und wird als Instanzdokument zwischen Server und Client transferieren.

 

 

 

 


 

Web Pricing and Ordering Service (WPOS)

Dieser Dienst übernimmt die Aufgabe Preis-und Lizenzinformationen zu Geoprodukten bereitzustellen und Bestellungen durchzuführen. Basierend auf einem HTTP/XML Protokoll zwischen Client und dem Service beinhaltet er die Methoden "getCapabilities", "getPriceModel", "getPrice", "orderProduct" und "getProduct". Die Wpos Spezifikation lehnt sich dabei sehr stark an bereits bestehende OGC Schnittstellen und das OGC Service Model an. Ein WPOS kann somit auch mit den Metadaten der ISO 19119 beschrieben werden.

Die WPOS-Spezifikation ist eine Entwicklung des Frauenhofer Institutes für Software- und Systemtechnik (ISST) und wurde im Jahr 2002 als Diskussionsgrundlage in das OGC eingebracht.

 
 

XML Complex Configuration & Pricing Format (XCPF)

XCPF ist ein Beschreibungsmodell welches das komplette Preismodell für ein Geoprodukt darstellen kann. Für das XCPF-Format wurde ein generischer Ansatz auf der Basis von XML gewählt. Das bietet seitens der Anbieter von Geodaten erhebliche Kostenersparnisse und ermöglicht die Nutzung des Datenformates durch verschiedenste Institutionen.
Die erwähnte Kosteneinsparungen ergeben sich aus dem Vorteil, dass notwendige Änderungen des Preismodells nicht in der Software erfolgen, sondern in der XCPF-Beschreibung.