Überblick

In der kurzen Zeit seit der Veröffentlichung des BigTable Whitepapers 2006 sind viele NoSQL-Datenbanksysteme entstanden. Darüber hinaus qualifizieren sich auch bestehende Systeme, wie beispielsweis Lotus Notes oder Oracle Berkeley DB, als nichtrelationale Systeme und sind zusammen mit derzeit mehr als 122 weiteren Datenbanken auf NoSQL-Database.org gelistet. Neben wenigen kommerziellen Anbietern handelt es sich dabei meist um Free and Open Source Projekte (FOSS) unterschiedlicher Größe. Aufgrund der schieren Ausmaßes des Angebots, kann hier nicht auf jede dieser Datenbanken eingegangen werden. Im Folgenden sollen deshalb die vier wichtigsten Kategorien nichtrelationaler Datenbanken vorgestellt werden und je ein typischer Vertreter genauer betrachtet werden, der diese repräsentiert.

Kategorisierung

Eine Kategorisierung der Datenbanken erscheint zunächst schwierig, da die Eigenschaften der Systeme einerseits drastisch variieren, sich andererseits aber auch nur in Detailfragen unterscheiden. Der beste Weg, sich dem Angebot zu nähern, ist es, die Datenbanken nach Art der Datenhaltung zu unterscheiden. Die Website "NOSQL Databases" schlägt hier seit 2009 eine durch die Open Source Gemeinde diskutierte Ordnung vor, die sich weitgehend durchgesetzt hat. Die Kategorisierung der nichtrelationalen Datenbanken basiert auf den ihnen zugrundeliegenden Datenmodellen und umfasst die Hauptkategorien Key/Value Stores, Wide Column Stores, Document Stores und Graphdatenbanken.

Die Einordnung der Systeme in die einzelnen Kategorien kann sich mitunter als schwierig erweisen, da hybride Lösungen beispielsweise Eigenschaften aus Key/Value-Stores und Document Stores mischen (Riak) oder Features mehrerer Kategorien implementieren (OrientDB).